„Finance al dente“ – Der Finanz-Podcast der DWS

„Finance al dente“ – Der Finanz-Podcast der DWS

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00:00:02: Schau Finanzregazie, schau Entso.

00:00:09: Hi.

00:00:10: Schön, dich zu sehen.

00:00:12: Mensch, das Jahr hat gerade erst angefangen und schon kommen die Nachrichten rein.

00:00:16: Bäm, bäm, bäm.

00:00:17: Ich dachte eigentlich, wir reden jetzt über den Ausblick ganz in Ruhe und vielleicht über unsere Neujahrsvorsätze, aber dann haben wir schon das Stichwort Venezuela, Iran, Grönland.

00:00:27: Und während wir hier aufnehmen, treffen sich die Top-Politiker und Wirtschaftsbosse in Davos zum Weltwirtschaftsforum und auch das beherrscht die Schlagzeilen.

00:00:35: Gib uns doch mal eine Einschätzung.

00:00:36: Also, wie reagieren die Märkte und ist es wirklich was, was für die Wirtschaft eine Bedeutung hat.

00:00:42: Ja, erstmal hast du absolut recht, dass Jahr war, ich sag mal, sehr eignisreich, dafür, dass es gerade mal zweieinhalb Wochen sind.

00:00:49: Ja, der Januar ist noch nicht mal rum, ne?

00:00:51: Und es ist also, ich glaube, man muss um das einzuordnen, sich ein paar Dinge überlegen.

00:00:56: Also, zum einen... gibt es natürlich diesen längerfristigen Zyklus.

00:01:00: Dann gibt es einige Themen, die der Markt derzeit nicht so richtig bearbeitet, aber die so über dem Markt hängen.

00:01:06: Was ist das?

00:01:07: Das sind zum Beispiel Staatsschulden.

00:01:09: Also wir haben im Endeffekt im Durchschnitt über hundert Prozent des Produkts an Staatsschulden in der entwickelten Welt.

00:01:16: Das ist sehr, sehr hoch.

00:01:19: Wir haben zum anderen natürlich so Themen wie Geopolitik, wir haben gerade gehört Venezuela, wir haben gehört Mittele Ostern, wir haben jetzt auch Themen zu Grönland etc.

00:01:27: etc.

00:01:28: Und das ist natürlich schon eine Sache, die der Markt noch nicht so genau weiß, wie preisert diese Unsicherheit ein.

00:01:33: Das Wichtige ist aber, und darauf schauen wir, wenn man sich die nächsten zwölf bis vierundzwanzig Monate anschaut, ist eigentlich der der Businesszyklus, der Geschäftszyklus.

00:01:41: Also wie läuft die Konjunktur weiter?

00:01:44: Was machen die Zinsen?

00:01:47: Und wenn man da drauf schaut, muss man sagen, da sehen wir einfach Wachstum acceleriert.

00:01:53: Wir sehen, Staaten geben mehr Geld aus in Deutschland.

00:01:55: Wir haben Big Beautiful Bill in den USA.

00:01:57: Das treibt die Wirtschaft auch.

00:01:59: Und das Letzte ist, wir haben Zentralbanken, die zumindest in den USA weiter Zinsen senken werden.

00:02:04: Und eigentlich, das ist extrem gut für den Cyklos.

00:02:07: Und damit glauben wir, dass das Momentum im Markt noch nicht zu stoppen ist.

00:02:11: Als letzten Punkt.

00:02:12: Historisch gesehen werden normalerweise Bullenmärkte von Rezessionen gestoppt.

00:02:16: Die sehen wir jetzt erst mal

00:02:18: nicht.

00:02:18: Und das heißt also, Geopolitik spielt zwar schon eine Rolle, man kann kurzfristig auch Schwankungen sehen, aber in unserer Langfristperspektive für dieses Jahr wird zu sagen, haben wir genug Faktoren, die den Markt, ich sag mal, stützen könnten.

00:02:32: Genau.

00:02:33: Wir sagen ja immer, Geopolitik irgendwo muss es dann in die Wirtschaft oder in die Unternehmensgründe fließen.

00:02:37: Früher war es, der Ölpreis zum Beispiel war einer dieser Transfektionsriemen, wo man gesagt hat, Ölpreis kommt, steigt, löst der Session aus.

00:02:45: Das ist aber nicht mehr so, oder?

00:02:46: Weil das ist so ein bisschen mein Erleben.

00:02:48: Früher hieß es immer Ölpreis, oder dann hast du jetzt auch Iran.

00:02:51: Oh Gott, dann kann der Ölpreis durch die Decke schießen.

00:02:53: Das ist schlecht für die Wirtschaft.

00:02:55: Aber ... Spielt das jetzt gar keine Rolle mehr?

00:02:57: Haben wir der andere Treiber, wo du sagst, das ist für die Märkte viel mehr entscheidend, als was ein Barrelöl kostet heutzutage?

00:03:04: Ja, ich glaube einfach, die Marktstruktur auf der Ölseite ist komplett anders.

00:03:07: Wir haben eher ein Überangebot an Öl.

00:03:10: Die Nachfrage wird natürlich über die Zeit eher fallen strukturell.

00:03:14: Und damit ist diese Angebotsseite, wenn sie beeinträchtigt wird, eben nicht mehr so groß.

00:03:19: Wir haben auch die USA als großen Player jetzt, den wir vorher nicht hatten.

00:03:23: Und damit sieht man, dass der Preis trotz Iran, trotz Venezuela der Ölpass eigentlich wenig tut und sogar eher schwächelt.

00:03:30: Vielleicht sind Chips das neue Öl im

00:03:33: Sinne von Biopolitik.

00:03:36: Einfach nur, weil das war natürlich noch diesen Problem.

00:03:39: Also wir gucken uns schon an, sind irgendwie Supply Chains betroffen.

00:03:43: Das wäre nochmal ein Transmissionsleben.

00:03:45: Das heißt, am Ende gucken wir immer, wann hat ein geopolitisches Event wirklich Einfluss auf die Konjunktur und auf Unternehmensgewinne?

00:03:53: Und dann wird es schon schwierig.

00:03:55: Und wie gesagt, früher war der Ölpreis so ein typischer Weg, auch mal eine Rezession auszulösen.

00:04:00: Sehen wir jetzt beim Ölpreis eher weniger und damit hat auch diese Themen mittleren Osten nicht mehr diesen starken

00:04:05: Einfluss.

00:04:05: Okay, sind dann politisch schlecht und ...

00:04:08: Man muss aber sagen, wir haben jetzt auch die letzten zwei Tage mal Japan gesehen, dann gibt es dann doch so Momente, in denen man sagt, oh, über Verschuldung.

00:04:16: Nimm uns da mal kurz rein.

00:04:17: Für dich ist das ein klares Thema.

00:04:18: Ich habe das ehrlicherweise nur so ein bisschen am Rande mitgehört hier im Haus.

00:04:22: Was ist da los?

00:04:24: Ja, also, Japan ist hochverschuldetes Land.

00:04:26: Wenn man das misst, Ambuto-Indians-Produkt über zweieinhalb Prozent.

00:04:31: Und was da passiert ist, ist man stellt auch die Frage, okay, wie nachhaltig ist das.

00:04:35: Jetzt hat man es erst mal ein bisschen wie der Inflation, das heißt die Zinsen steigen.

00:04:39: Und normalerweise sind die Staatsschulden, sie werden gehalten von Inländern.

00:04:44: Und gerade langlaufende Staatsschulden wurden gehalten von Versicherung in Japan.

00:04:49: Und was da einfach passiert ist, soll jetzt eine neue Wahl ergeben.

00:04:54: Die neue René-Ministerin möchte halt die Vertreter des AB-Nomics, also wir lassen das mehr Geld ausgeben, um die Wirtschaft auszumilieren und dieses mehr Geld ausgeben, dann gab es eine Auktion an der zwanzigjährigen Anleihe, die nicht so gut gelaufen ist.

00:05:07: Und auf einmal, Preister mag dann doch ein Hoch.

00:05:10: Moment mal, da sind eigentlich ziemlich viele Schulden unterwegs.

00:05:12: Und wir haben irgendwie weniger Nachfrage.

00:05:15: Und dann mal steigen Zinsen.

00:05:16: Und zwar ziemlich heftig.

00:05:18: Und das ist eine Art von Volatilität, die wir schon sehen werden.

00:05:21: Jetzt ist heute wieder ... berückt sich die Lage wieder, man sieht aber, dass der ganze Anleinmarkt da schon ein bisschen betroffen war.

00:05:28: Und das werden wir immer wieder sehen, so diese Momente, in denen man sagt, Moment, hier passiert doch was, so ein bisschen disziplinieren, das Markt ist disziplinieren, auch der Regierung, das glaube ich werden wir öfter sehen, aber wir glauben nicht, dass es eine Trendumkehr ist.

00:05:41: Wir bleiben dabei, die Konjunktur und der Geschäftszyklus ist so unterstützend, dass wir nicht sehen, dass sie das im Moment umgebrochen werden.

00:05:50: Wenn du sagst Konjunktur, da hat es ja gerade auch schon Stichwort USA Big Beautiful Bill genannt.

00:05:55: Wir haben ja in Deutschland speziell Infrastrukturpakete, Investitionspakete.

00:06:01: Da ist letztes Jahr viel darüber geredet worden.

00:06:03: Europa an sich will sich positionieren.

00:06:05: Ich meine, wir haben ja auch hier in der DWS gesagt Gateway to Europe.

00:06:09: Also Europa spielt eine wichtige Rolle.

00:06:13: sieht man das jetzt mittlerweile auch in Konjunkturzahlen, in Wirtschaftsdaten, wie ist das da, wie ist da das ja auch gestartet?

00:06:20: Ja, also man sieht es definitiv, man darf ja nicht unterschätzen und ich habe vielen Kunden gerade in den Ausland das immer wieder erklärt, wir hatten ja eine vorläufige Haushaltsführung.

00:06:29: bis Ende September.

00:06:30: Das heißt, eigentlich ging es so wirklich erst los im Oktober.

00:06:34: Und man sieht jetzt auch, im Endeffekt, wenn man sich die Zahlen anschaut, also die Aufträge sind höher, man sieht in der Produktion, dass da gerade was Waffen und Defense angeht, da sehen wir jetzt auch höhere Zahlen.

00:06:46: Und das sieht man dann auch dann logischerweise in den Wachstumszahlen, die wir jetzt auch erwarten.

00:06:52: Also, was wir gesagt haben, trifft zu, es wird jetzt auch Geld ausgegeben.

00:06:56: Es wird definitiv das Wachstum in Deutschland und damit auch in Europa für die nächsten, sicherlich zwölf bis achtzehn Monate treiben.

00:07:02: Vielleicht auch vierundzwanzig Monate.

00:07:05: Aber trotzdem brauchen wir weiterhin strukturere Formen, damit einfach das Potenzialwachstum hochgeht in Deutschland.

00:07:11: Wir glauben, das ist ungefähr bei null Komma fünf Prozent.

00:07:14: Okay.

00:07:15: Ist das Potenzialwachstum.

00:07:16: Jetzt erwarten wir natürlich nächstes Jahr.

00:07:17: Das dürft ihr

00:07:18: mehr, ne?

00:07:19: Ja, er ist dreifache.

00:07:21: Aber das ist halt nicht langfristig, wenn wir nicht erschaffen, Struktureformen in Deutschland durchzuführen.

00:07:26: Und in Europa.

00:07:27: Genau, da wollte ich nämlich noch mal draufkommen.

00:07:28: Du hattest ja in einem anderen Podcast auch schon mal gesagt, den europäischen Markt zu harmonisieren.

00:07:33: Ist das ein Thema für dieses Jahr?

00:07:35: Also auch zum Thema, ich kann einfacher anlegen.

00:07:37: Der Markt ist einfacher zu ... Ja, im Englischen würde man sagen, entry hurdle.

00:07:42: Also ich komme einfacher als Investor in den europäischen Markt rein.

00:07:46: Siehst du Datendenzen?

00:07:48: Absolut.

00:07:48: Also Europäische Union spricht ja über diese SIU Savings and Investments Union.

00:07:55: Wir hatten jetzt auch erst vor zwei Tagen einen Finanzminister treffen, in dem auch nochmal gesprochen wurde, wie Deutschland und Frankreich zusammen ein paar Hürden unternehmen.

00:08:04: Und da geht es wirklich darum, am Ende sind wir immer noch einzelne Länder mit einzelnen Hürden, mit eigenen Steuergesetzen, mit eigenen Regularien.

00:08:11: Und das muss vereinfacht werden.

00:08:12: Und da passiert auch sehr viel.

00:08:15: Ein Beispiel, man wird auch überlegen, dass man es Versicherung zu nehmen, einfacher Macht in Start-ups zu investieren.

00:08:23: Einfacher Macht überhaupt in Aktien zu investieren.

00:08:26: Wir reden jetzt auch über eine Pensionsreform in Deutschland, die sollte dazu führen, dass wir mehr Geld... Also wir sind große Spare in Europa, aber keine großen Investoren.

00:08:35: Ja.

00:08:37: Und ich glaube, das muss geändert werden, weil diese Investments, wenn die nach Europa fließen, das fördert natürlich Innovation, das fördert Wirtschaftskraft und das kreiert langfristig einfach mehr Wert.

00:08:48: Und da passiert sehr viel.

00:08:50: Dann haben wir ja auch immer... Überkünstliche Instilligenz gesprochen.

00:08:55: Ja.

00:08:55: Also, das Thema, das Boom-Thema des letzten Jahres, ist das auch das Boom-Thema für ... Also, ist KI weiter king?

00:09:04: Also, ich glaub, wir haben ja, um noch mal zusammenzufassen, wir haben ja letztes Mal schon kurz übergesprochen.

00:09:08: Unsere Meinung ist ja, die Konjunktur ist weiterhin sehr positiv, Zins in den USA kommt runter, das ist grundsätzlich erst mal gut für Märkte.

00:09:15: Und dann ist die Frage, was läuft denn in Märkten?

00:09:18: Und KI ist und bleibt eins der Kernthemen.

00:09:21: Es kann aber was Großer Aber.

00:09:23: Aber es ist nicht mehr das große Thema in der Breite.

00:09:26: Man muss verstehen, in welchen Segmenten und in welchen Titeln ist man unterwegs.

00:09:29: Also man hat es sehr gut in den letzten Jahren gesehen.

00:09:34: Es war ja immer Open AI und Church in BT und Open AI und das ganze Ecosystem und Open AI ist sehr, sehr gut gelaufen.

00:09:40: Und auf einmal war Gemini das beste KI-Modell und alles hat sich dann gedreht und man hat richtige Rotation gesehen.

00:09:47: bei anderen Titeln gesehen, die sehr viel investieren, aber man nicht so genau weiß.

00:09:50: Warum?

00:09:51: Okay, wie schaffen die dann eingeschrieben?

00:09:52: Also, der Markt ist schon noch rational.

00:09:55: Wir reden ja immer von diesem rationalen Überschauung.

00:09:58: Und man sieht schon, es gibt Gewinner geben, es gibt auch Verlierer geben.

00:10:01: Und das muss man eben genau verstehen, wie spielt man dieses Thema KI?

00:10:04: Man kann das ja auch bei Versorgerspielen, aber mit sehr viel Strom brauchen.

00:10:08: Man sieht, wenn man sich Commodities anschaut, also wenn man sich schaut, auch sehr gold sind ja auch andere sehr, sehr gut gelaufen auf dieser Basis.

00:10:16: Man braucht Chips.

00:10:18: Man braucht zum Beispiel auch Memory Chips.

00:10:20: Also man sieht in Südkorea sind einigen Unternehmen sehr, sehr gut gelaufen.

00:10:24: Also es geht eher jetzt darum, Wo sind die Bottlenecks?

00:10:28: Also wo sind die Endeffekte?

00:10:29: Engpässe in der Supply Chain?

00:10:32: Und das wird, glaube ich, wichtiger.

00:10:34: Das heißt, wir warten mehr Volatility und man muss schon wissen, in welchen Segmenten der KI unterwegs ist.

00:10:40: Dieses Breite geht nicht mehr.

00:10:42: Okay.

00:10:43: Damit sind wir ja auch schon komplett im Thema Aktienmarkt drin.

00:10:46: Aktienmarktausblick, also zum einen mal Regionen, aber auch verschiedene Sub-Esset-Klassen.

00:10:53: Wo siehst du für dieses Jahr gute Chancen und wo siehst du aber auch Risiken, die man einfach als Anleger im Auge haben sollte, wenn wir über das Thema Aktien sprechen?

00:11:03: Also ich glaube, das wird einfach ein Jahr, in dem sich, also wir erwarten ja eine Verbreiterung der Gewinne.

00:11:08: Die letzten Jahre war es ja, ging es im Endeffekt um die Chlorreichen Sieben, das war es.

00:11:12: Wenn man sich aber letztes Jahr anschaut zum Beispiel, haben nur zwei der sieben Unternehmen, haben den SMP-Ort beformt.

00:11:19: Und wenn wir uns dieses Jahr anschauen, sehen wir wieder nur zwei der sieben, sind überhaupt nicht bloß.

00:11:23: Okay.

00:11:24: Das heißt, es wird, wie ich schon gesagt habe, nicht mehr so einfach zu sagen, man kauft einfach die großen Titel, die mit KE zu tun haben und das wird schon erläuft.

00:11:31: Und dann

00:11:32: läuft's.

00:11:32: Sondern man muss sich eben, wie gesagt, schon anschauen, was nimmt man auf.

00:11:36: Das Zweite ist, wir bleiben dabei, wir müssen uns diversifizieren.

00:11:39: Wir glauben, dass Gewinne sich verbreitern werden, sowohl was regionale Themen angeht, aber auch über Sektoren hinweg.

00:11:45: Und ... Wir sprechen da weiterhin über Banken, die sehr gut laufen werden.

00:11:50: Wir finden Europa sehr gut, also gerade dieses Europa für Europa.

00:11:54: Also was sind Unternehmen, die auch wirklich den Großteil des Umsatzes in Europa machen und sozusagen von den Fiskalpaketen profitieren werden?

00:12:01: Das ist auch sicherlich ein gutes Thema.

00:12:04: Und ich meine, hat eins gesehen, Verteidigung ist mittlerweile sehr, sehr gut gelaufen, weil es immer so eine Art ... Absicherung im Portfolio.

00:12:13: Das heißt, einen gewissen Maß an Absicherung sollte man haben, weil, wenn man sich die ersten Tage im Januar anschaut, sind die natürlich extrem gut gelaufen.

00:12:22: Aber wir sehen auch andere Themen.

00:12:23: Also, Segmenten wie Gold mean.

00:12:26: Wenn sich Gold läuft, laufen natürlich auch ... Muss

00:12:29: auch Gold gefordert werden, gegebenenfalls, ja.

00:12:31: Und die haben natürlich einen super hohen Operation Leverage.

00:12:34: Also, es gibt durchaus einige Themen, aber wie man schon hört, Man muss sich breiter aufstellen dieses Jahr und verstehen, was sind so eigentlich die Kerndebatten, die man

00:12:42: da machen kann.

00:12:43: Okay.

00:12:43: Jetzt haben wir ja schon ganz viel über Aktien geredet.

00:12:45: Wie ist denn da deiner Einschätzung nach die Pasta-Garstufe?

00:12:48: Ich rufe noch mal kurz in Erinnerung.

00:12:50: Wir haben Ro, Aldente oder, wenn wir sagen, das Thema ist eigentlich schon durchverkocht.

00:12:55: Wie siehst du das also für Aktien?

00:12:57: Also in Aktien mag ich Aldente.

00:12:58: In dem Sinne, dass wir warten weiterhin gute Renditen.

00:13:05: dieses Jahr aber sicherlich ein etwas anderes Jahr als letztes Jahr.

00:13:08: Da muss man eben schauen, wie man sich breiter aufstellt und wie man da diversifiziert.

00:13:12: Von daher, wie gesagt, bleiben wir positiv, aber noch nicht roh, weil wir sind jetzt kein super überdurchschnittliches Jahr und wir sehen durchaus auch hier und da mal Volatilität.

00:13:21: Und wie du aber auch schon am Anfang gesagt hast, wir sehen auch noch keine Rezession um die Ecke, also auch noch keine Angst vor einem... Schwachenmarkt, oder?

00:13:29: Genau, wir können ja auch mal das Thema, also immer eine Frage ist, was ist eigentlich, sind wir in einer KI-Blase?

00:13:35: Ist der Markt nicht heiß gelaufen?

00:13:37: Genau, die, die Frage kommt ja

00:13:38: gerne immer wieder.

00:13:39: Und ich glaube, wir gucken uns da, also wir gucken uns da viele Dinge an, aber ich will es mal auf drei Themen vielleicht fokussieren.

00:13:46: Das eine sind Bewertungen.

00:13:48: Sind Bewertungen hoch historisch?

00:13:50: Ja, Bewertungen sind absolut hoch.

00:13:54: Aber auch da sagen wir immer, Bewertungen werden normalerweise ändern sich, wenn sich das Momentum in der Konjunktur verändert.

00:14:00: Also hoch, aber auch nicht historisch gesehen, nicht am höchsten.

00:14:03: Also wir sind noch zum Beispiel weg von der Internetblase.

00:14:06: Da waren wir deutlich schöner Bewertungen.

00:14:08: Aber sicherlich sehr hoch.

00:14:09: Das zweite ist Überkapazitäten.

00:14:12: Also wenn man sich anschaut, wird was einfach... zu viel produziert sind Investitionen irgendwo reingegangen, wo es eigentlich keine Nachfrage gibt.

00:14:20: Beispiel ist immer Glasfaser in der Neunzehntwoitausend, da wurde nur sieben Prozent von genutzt.

00:14:28: Auch das sehen wir nicht, weil es wird sehr viel in Datenzentren investiert.

00:14:32: Aber wenn man sich die großen Cloudprovider anhört, die haben alle Probleme, die Nachfrage noch zu füllen.

00:14:38: Also der Backlock geht eher hoch und nicht runter.

00:14:40: Das hört man ja auch bei vielen Themen, dass es irgendwie eher die Verschwierigkeiten gibt, als dass die Lagerabendel überfüllt

00:14:45: sind.

00:14:45: Das heißt, wir sehen eigentlich da kein gutes System.

00:14:47: Und das letzte, was man normalerweise sieht, ist, man verschuldet sich sehr stark.

00:14:50: Also es gibt so ein Leverage, um die Investitionen zu tätigen.

00:14:55: Und auch hier muss man ehrlicherweise sagen, die Unternehmen, die den Großteil der Investitionen stemmen, haben einen sehr hohen Cashflow.

00:15:03: Machen das nicht so stark schuldenbasiert.

00:15:04: Es gibt so die ersten Anzeichen dafür.

00:15:06: Also es gibt so ein paar Deals von einzelnen und Großunternehmen, wo man sagt, ah, das ist nicht so schön, weil es ist dann nicht auf der Bilanz und also da gibt es schon so erste Anzeichen für aber.

00:15:18: weit weg von besorgnisregenden Momenten.

00:15:22: Das heißt, insgesamt würde ich sagen, ist die Ampel insgesamt noch auf Grün.

00:15:25: Gut.

00:15:26: Aber, und deswegen sagen wir mal von Überschwangen, man kann schon in allen Reihenbereichen und besonders in natürlichen Bewertungen gewissen Überschwangen sehen.

00:15:34: Was bedeutet, sollte der Geschäftszyklus mal drehen, muss man schon sehr genau gucken.

00:15:38: Aber das tun wir ja auch und da reden wir dann hier auch drüber.

00:15:40: Richtig.

00:15:41: Super.

00:15:42: Dann komme ich zum nächsten Punkt.

00:15:44: Letztes Jahr haben Anleihen eine Renaissance erlebt.

00:15:46: Wir haben es schon kurz mit Japan gestreift, da war es jetzt gerade ein bisschen unruhig.

00:15:50: Aber lohnt es sich da auch wieder zu investieren, überhaupt mal zu investieren, sich mal Anleihen anzugucken?

00:15:56: Und welche Faktoren können das begünstigen dieses Jahr?

00:15:58: Oder welche Faktoren sind auch ein Risikofaktor für dich?

00:16:02: Also wir glauben, online ist ja so ein sehr guter Stabilisator auch in einem Portfolio.

00:16:07: Und wenn man sich mal grad Bernmärkte der Vergangenheit anschaut, ist das was funktioniert normalerweise online, oftmals Staatsanleihen.

00:16:15: Dementsprechend ist es eine absolut wichtige Beimischung.

00:16:18: Zusätzlich... gibt es auch vernünftigen Zins.

00:16:21: Wir haben ja die letzten zehn Jahre eigentlich fast gar keinen Zins bekommen auf Tatsanleihen oder auf Unternehmensanleihen.

00:16:26: Dementsprechend glauben wir, gehört es absolut dazu.

00:16:30: Wir mögen.

00:16:31: auch Unternehmensanleihen mit hoher Bonität, besonders in Europa, hatten ein paar Vorteile.

00:16:35: Man hat jetzt kein Währungsrisiko.

00:16:37: Wir haben ja gesehen, was jetzt das Jahr Währungsrisiko doch machen kann.

00:16:43: Das heißt, wenn die Gewährungsrisiko unternehmen, sind noch sehr solide, haben niedrige Verschuldungsquoten.

00:16:48: Mittlerweile ist der Spread, als dass man sozusagen Unternehmensspezifisch als fürs Risiko bekommt, halt schon sehr niedrig.

00:16:56: Deswegen glauben wir nicht, dass er sich stark bewegt, aber insgesamt ist der Rendite weiterhin vom Vorteil.

00:17:02: Und wir sehen mittlerweile auch... eine Erweiterung des Angebots von Anleihen in Europa.

00:17:07: Wir haben jetzt viele der Tech-Unternehmen gesehen, die nach Europa gekommen sind und Anleihen imitiert haben.

00:17:13: Und damit hat man auch größere Anlagemöglichkeiten.

00:17:15: Dementsprechend bleiben wir da positiv, einfach nur ... weil die Rendite, die man läuft, sehr attraktiv ist.

00:17:23: Ja, und wenn man ein bisschen konservativer ist, ist es natürlich auch ein guter Risikodiversifikator, weil du halt dann nicht nur Aktien, sondern du auch mittlerweile tatsächlich ja mit Anleihen wieder ein bisschen ertraggenerieren kannst in deinem Depot.

00:17:33: Also im Sinne der Diversifikation und Stabilisierung des Portfolios, sicherlich ein wichtiger Anteil

00:17:39: des Portfolios.

00:17:40: Und dann noch mal kurz und knackig, wie siehst du das denn für das Thema Anleihen, die Pasta-Gastufe?

00:17:44: Den machen wir auch, Aldente, weil wir gesagt, mittlerweile bin ich schon ziemlich gut gelaufen, aber wir glauben, dass das eine sehr solide, gerade bei den mittleren Laufzeiten, eine sehr solide Anlage ist, die uns mit Folio

00:17:55: gehört.

00:17:56: Gut.

00:17:56: Dann wäre meine letzte Frage.

00:17:59: Da gucke ich mit großem Erstaunen drauf, es geht von All Time High zu All Time High der Goldpreis.

00:18:03: Ja.

00:18:04: So, klar, Gold ist ein Risiko der Versifikator, aber hört das auch noch mal auf?

00:18:08: oder was ist da deine Einschätzung?

00:18:11: Also, es gibt einen strukturellen Trend bei Gold, der ist weiter intakt.

00:18:14: Und natürlich ist jetzt Gold sehr stark gelaufen.

00:18:16: Man muss gestehen, als wir das im November unsere Tage draußen gegeben haben.

00:18:21: Es war viertausend fünfhundert.

00:18:23: Da haben wir jeder gesagt, oh Gott, nochmal so viel.

00:18:26: Jetzt sind wir ja schon weit rüber.

00:18:27: Ja,

00:18:28: wird schon verloren.

00:18:29: Das heißt, aber warum haben wir das rausgegeben?

00:18:33: Der Grund ist intakt, und ich spreche immer von den drei Ds.

00:18:37: Defizite, also Staatsdefizite.

00:18:39: Man muss halt bedenken, okay, wenn man da jetzt Sorge hat, wo investiert man denn?

00:18:44: Und da ist Gold natürlich der sichere Hafen.

00:18:48: Dann gibt's eine Deglobalisierung.

00:18:51: Was heißt, wir sehen das ja mehr und mehr sozusagen auf ... Die Supply Chance geschaut wird es dann mehr und mehr in Regionen, in Länder macht?

00:18:59: und zur Digitalisierung.

00:18:59: Ich könnte dazu, dass man auch sagt, okay, wenn ich nicht in ein anderes Land investieren will, dann investiere ich dann auch lieber in was.

00:19:06: Ja, in Gold.

00:19:07: Und das Letzte ist natürlich die Dollarization.

00:19:09: Also, was wir sehen, wir haben Zentralbanken, die halten sehr viel Dollar.

00:19:13: Ja.

00:19:14: Und die sagen, na ja, ich will zumindest ein bisschen diversifizieren.

00:19:17: Also, das ist jetzt kein Ausverkauf.

00:19:19: Aber die Dollar-Beschöne sind so hoch, das sind sie auch nur ein Teil in was

00:19:24: Gold investieren.

00:19:24: Lass mich raten, Gold, dann geht da der Preis natürlich mit.

00:19:27: Das ist strukturell einfach was den Goldpreis getrieben hat.

00:19:30: Jetzt ist es noch zusätzlich so, dass wir in Europa und auch in Asien auch viele einfach Privatleute auch noch ein bisschen Gold halten.

00:19:40: Das ist in USA weniger der Fall und die haben wir jetzt auch noch angefangen ein bisschen Gold

00:19:43: zu machen.

00:19:44: Das heißt, insgesamt ist es so ein bisschen das Ventil, wenn man sagt, ich möchte eigentlich aus dieser ganzen Geopolitik und diesen ganzen Risiken, die zwar nicht ganz eingepreist sind, aber strukturell da sind, irgendwie ein Stabilisator im Portfolio haben, dann kann ich Anleihen nehmen, aber wenn ich sage, ich will eigentlich jetzt kein Unternehmen haben, ich will aber keine... keine Staaten haben.

00:20:03: Dann nehme ich

00:20:05: Gold.

00:20:06: Jetzt ist da sicherlich hier und da sehr viel Momentum drin und dann kann es auch noch Rücksetzer geben zwischendurch, also das wird jetzt keine gerade Linie unserer Meinung nach, aber strukturell glauben wir, dass das Gold sicherlich immer noch ein tolles Portfolio sein muss.

00:20:20: Ich würde jetzt hier mal die Passagerstufe raten.

00:20:22: Ist das dann noch Alldente überhaupt?

00:20:25: Ja, also die ist definitiv sehr Alldente, die schon fast verkocht.

00:20:30: In dem Sinne kurzlistig, weil man einfach sagt, da ist natürlich jetzt schon viel gelaufen.

00:20:35: Aber so lange, glaube ich, die Unsicherheit groß ist und die Kommentare zwischen Politikern weiter so laufen, wie sie zurzeit laufen.

00:20:43: glaube ich auch, dass da immer wieder Szenarien aufkommen, in denen Gold weiter laufen wird.

00:20:48: Okay,

00:20:48: super.

00:20:49: Ja, dann danke ich dir erstmal ganz herzlich und fass nochmal kurz zusammen.

00:20:52: Also geopolitisch ist eine Menge los, die Schlagzeilen werden davon dominiert.

00:20:56: Das heißt aber nicht zwingend, dass das die Märkte auch die ganze Zeit treiben muss, weil im Grunde der strukturelle Trend in Ordnung ist und auch die Fundamentaldaten nach wie vor gut aussehen.

00:21:05: Trotzdem sollte man gut diversifizieren und vielleicht auch nicht alles, was letztes Jahr den Supertreib war auch für dieses Jahr als gegeben halten und Gold kann nach wie vor eine gute Rolle in einem Portfolio spielen, aber auch hier kann es natürlich zu Schwankungen kommen.

00:21:21: Damit danke ich mich ganz herzlich bei dir und sage ciao bis zum nächsten Mal.

00:21:27: Das war's für heute mit Finanzaldente, dem Finanzpodcast der DWS.

00:21:32: Und denkt dran, unsere Inhalte sind keine Anlageberatung und Investitionen unterliegende Risiken.

00:21:37: Weitere spannende Finanzthemen findet ihr bei uns auf dws.com.

Über diesen Podcast

Was bewegt die Aktienmärkte? Wie ordnen die Profis der DWS die Geschehnisse an den globalen Märkten ein und wie positionieren sie sich? Und was sollten Anleger jetzt wissen?

Einmal im Monat servieren DWS-Chefanlagestratege Vincenzo Vedda und Moderatorin Jacqueline Vollmers in „Finance al dente“ ihre Einschätzungen zu den Themen, die gerade die Märkte bewegen.
Neben gehaltvollen, aber dennoch leicht verdaulichen Informationen erwartet die Zuhörer eine originelle Pasta-Garstufen-Bewertung, mit der das Podcast-Duo die besprochenen Themen einordnet: Ist das Thema noch „roh“, bereits „al dente“ oder schon verkocht?

Jetzt reinhören und erfahren, wo sich an Aktienmarkt und Co. Chancen bieten und wo eventuell Vorsicht geboten ist.

Vincenzo Vedda
Vincenzo Vedda ist Chief Investment Officer der DWS (CIO). Ob Aktien, Anleihen oder Währungen: „Enzo“ bringt ein tiefes Verständnis für die globalen Märkte mit, verantwortet den Wirtschafts- und Marktausblick der DWS über alle Anlageklassen und Regionen hinweg und ist darüber hinaus verantwortlich für das globale Portfoliomanagement.

Jacqueline Vollmers
Jacqueline Vollmers ist bei der DWS weltweit für die Webseiten und Videoproduktion verantwortlich. Mit ihrer Leidenschaft, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und ihrer Begeisterung für die Finanzmärkte, fühlt sie Enzo im Podcast auf den Zahn und entlockt ihm auch abseits der großen Themen spannende Geschichten.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.dws.com/de-de/

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Stand: 15.05.2025

von und mit Jacqueline Vollmers, Vincenzo Vedda

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